Herbstputz im Strickstudio
- SAFRI-Design

- 9. Okt. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 20 Stunden
Strickstudio aufräumen – wenn Ordnung zur Herzenssache wird

Es ist Herbst – die Jahreszeit, in der das Licht weicher wird, die Luft kühler und die Gedanken ruhiger. Irgendwann kommt dieser Moment, an dem ich beschließe:
Heute wird aufgeräumt.
Zwischen Garnkörben, Wollproben und alten Notizbüchern liegt so viel mehr als nur Material. Ich öffne Schubladen und ziehe vorsichtig kleine Strickstücke hervor. Manche sind längst vergessen, andere wie alte Freunde. Plötzlich wird aus dem Aufräumen eine Reise durch die Zeit.
Kleine Schätze und alte Begleiter
Da ist das Shirt, das ich an einem heißen Sommertag entworfen habe. Ich erinnere mich an das offene Fenster, das Rauschen der Blätter und den Duft von Kaffee. Oder das Tuch, das mich durch eine schwierige Phase begleitet hat. Unzählige Reihen, gestrickt mit Tränen und Hoffnung zugleich. Und dann die kleinen Probestücke – winzige Ideenfragmente. Manche sind skurril, andere zauberhaft. Alle sind Teil meines Weges.
Es gibt Designs, die lösen die schönsten Gefühle der Erinnerung in mir aus: Wärme, Freude, Leichtigkeit. Und dann gibt es die anderen. Jene, die eigentlich zauberhaft sind, aber schwierige Momente in sich tragen. Sie sind stille Begleiter durch schwere Zeiten gewesen. Sie haben geholfen, Erlebnisse zu verarbeiten, Gedanken zu sortieren und Tränen zu trocknen. Doch meist liegen sie gut versteckt. Sie sind nicht nur Wolle und Muster, sondern auch Emotionen, die man nicht jeden Tag hervorholen möchte.

Ordnung im Raum – Ruhe im Inneren
Ich merke, wie still es um mich wird. In diesem Moment begreife ich, dass Ordnung schaffen im Strickstudio nicht nur äußerlich geschieht. Es ist, als würde ich Schicht für Schicht Erinnerungen sortieren. Nicht, um sie loszuwerden, sondern um ihnen Raum zu geben.
Stricken als Meditation
Stricken ist Erinnerung, Meditation und Ausdruck zugleich. Es hilft uns, Tempo herauszunehmen und achtsam zu werden. Gleichzeitig bleiben wir kreativ. Wir erschaffen nicht nur Kleidung, sondern auch Gefühle. Etwas, das wärmt, tröstet und inspiriert.
Kreative Ordnung schaffen – Platz für neue Ideen
Einige Stücke wandern zurück in die Schublade – sorgfältig gefaltet, wie kleine Schätze. Andere dürfen gehen und Platz machen für Neues. Während ich die letzten Wollreste in Körbe lege, spüre ich dieses warme, zufriedene Gefühl: Alles hat seine Zeit – auch im Strickstudio, auch im Leben.

Vielleicht ist genau das das Schönste am Stricken:
Dass jede Masche eine Geschichte erzählt – und wir selbst entscheiden, wie sie weitergeht.
Am Ende des Tages ist der Raum aufgeräumt – und ich bin es auch. Bereit für neue Maschen, neue Geschichten, neue Ideen.
Stricktechniken und Inspirationen
Wenn du dich auf die Reise des Aufräumens begibst, kannst du auch neue Stricktechniken entdecken. Vielleicht gibt es ein Muster, das du schon lange ausprobieren wolltest. Oder eine Technik, die dir hilft, deine Projekte effizienter zu gestalten.
Neue Muster ausprobieren
Das Ausprobieren neuer Muster kann eine aufregende Möglichkeit sein, frischen Wind in dein Strickstudio zu bringen. Du kannst alte Garne verwenden oder neue Farben wählen, die dich inspirieren.
Strickgruppen und Gemeinschaft
Es kann auch hilfreich sein, sich mit anderen Strickern auszutauschen. Vielleicht gibt es in deiner Nähe eine Strickgruppe, die regelmäßig zusammenkommt. Der Austausch von Ideen und Techniken kann deine Kreativität anregen und dir neue Perspektiven eröffnen.
Fazit
Das Aufräumen deines Strickstudios ist mehr als nur eine physische Aktivität. Es ist eine Gelegenheit, in Erinnerungen zu schwelgen und Platz für Neues zu schaffen. Es ist eine Reise, die dich nicht nur zu einem aufgeräumten Raum führt, sondern auch zu einem klaren Geist.
Am Ende des Tages wirst du nicht nur einen aufgeräumten Raum haben, sondern auch ein Gefühl der Zufriedenheit. Stricken ist mehr als ein Hobby – es ist eine Lebensweise.
🤍 Herzliche Grüße **Sabine**





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